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Johnston ist eine serifenlose Schrift, die von Edward Johnston (1872 – 1944) entworfen und nach ihm benannt wurde.

Die Schrift wurde 1913 von Frank Pick, dem kaufmännischen Leiter der Underground Electric Railways Company of London (auch bekannt als „The Underground Group“), in Auftrag gegeben, um die Corporate Identity des Unternehmens zu stärken. Johnston wurde ursprünglich für den Druck entwickelt (mit einer geplanten Höhe von 1 Zoll oder 2,5 cm), wurde aber schnell auch für die emaillierten Bahnhofsschilder des U-Bahn-Systems verwendet.

Sie ist seit der Gründung des London Passenger Transport Board im Jahr 1933 die Hausschrift des öffentlichen Nahverkehrs in London und der Vorgängerunternehmen seit ihrer Einführung im Jahr 1916, was ihre Verwendung zu einem der weltweit am längsten bestehenden Beispiele für Corporate Branding macht. Sie war bis zum Public Domain Day 2015 urheberrechtlich geschütztes Eigentum des Nachfolgeunternehmens des LPTB, Transport for London (Johnston starb 1944).

Johnstons Arbeit begründete das Genre der humanistischen serifenlosen Schriften, also Schriften, die serifenlos sind, aber von traditionellen Serifenschriften und römischen Inschriften inspiriert wurden.
Sein Schüler Eric Gill, der an der Entwicklung der Schrift arbeitete, verwendete sie später als Vorbild für seine eigene Gill Sans, die ab 1928 erschien. Als Unternehmensschrift war Johnston bis vor kurzem nicht für öffentliche Lizenzen verfügbar, so dass die Gill Sans inzwischen eine größere Verbreitung gefunden hat.