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Georgia ist eine Serifenschrift, die 1993 von Matthew Carter entworfen und von Thomas Rickner für Microsoft verfeinert wurde (Hinting).

Sie war als Serifenschrift gedacht, die bei kleinem Druck oder auf Bildschirmen mit niedriger Auflösung elegant, aber dennoch lesbar sein sollte. Die Schrift ist von "Scotch Roman" Designs des 19. Jahrhunderts inspiriert und basierte auf Entwürfen für eine Druckschrift (Miller), an der Carter gerade arbeitete, als er von Microsoft kontaktiert wurde.

Gestaltung

Als Serifen-Übergangsschrift weist die Georgia eine Reihe traditioneller Merkmale von „rationalen“ Serifenschriften aus dem frühen 19. Jahrhundert auf, wie z. B. abwechselnd dicke und dünne Striche, Kugelkopf und eine vertikale Achse.

Im Jahr 2013 sagte Carter über die Entwicklung von Georgia und Miller: „Ich kannte die Scotch Romans und war erstaunt darüber, dass sie einst so populär waren... und dann verschwanden sie ganz." Ihre Ziffern sind Kleinbuchstaben oder Textfiguren, die sich in den Fließtext einfügen; dies war damals ein seltenes Merkmal von Computerschriften.

Georgia wurde so konzipiert, dass sie auf einem Computermonitor auch bei kleinen Schriftgrößen gut lesbar ist.
Sie weist eine große x-Höhe auf (hohe Kleinbuchstaben), und ihre dünnen Striche sind dicker als bei einer Schrift, die für die Verwendung auf einem Bildschirm oder für die im Druck mögliche größere Schärfe konzipiert wurde. Durch den geringeren Kontrast und die verdickten Serifen ähnelt sie ein wenig den Clarendon-Designs aus dem 19. Jahrhundert. Die Glyphen wurden per Hinting hinzugefügt.

Verwendung

Die Georgia-Schrift ähnelt der Times New Roman, einer weiteren Neuinterpretation des Serifen-Designs im Übergangsstadium, hat aber als Bildschirmschrift eine größere x-Höhe und weniger feine Details. Die New York Times änderte 2007 ihre Standardschriftart von Times New Roman zu Georgia.

Die Georgia gehört, ebenso wie die vom gleichen Team entworfene Verdana, zu Microsofts Core fonts for the Web. Sie ist in allen aktuellen Microsoft-Betriebssystemen enthalten und ist als Teil der Core fonts auch kostenlos für andere Systeme verfügbar.

Georgia Pro

Im Jahr 2011 wurden neue Versionen der Georgia und ihrer serifenlosen Schwester Verdana veröffentlicht.
Die Erweiterung der ursprünglichen Schriftart, Georgia Pro genannt, bietet eine Reihe zusätzlicher Schriftarten und Designs, darunter:

Die erweiterte Schriftart wurde für Unternehmen entwickelt, die Georgia und Verdana aufgrund ihrer Verfügbarkeit bereits ausgiebig genutzt haben, aber zusätzliche Versionen für spezielle Anwendungen wünschen.

Georgia Pro ist käuflich zu erwerben. Benutzer von Windows 10 oder höher können Georgia Pro jedoch kostenlos aus dem Microsoft Store herunterladen oder eine optionale Funktion namens „Pan-European Supplemental Fonts“ aktivieren.