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Tahoma ist eine humanistische serifenlose Schrift, die Matthew Carter für die Microsoft Corporation entworfen hat. Microsoft vertrieb sie erstmals zusammen mit Verdana (ebenfalls von Carter designt) als Computerschrift mit Office 97.

Eigenschaften

Die Tahoma ähnelt zwar der Verdana, hat aber einen schmaleren Korpus, kleinere Zählwerke, viel engere Buchstabenabstände und einen vollständigeren Unicode-Zeichensatz. Carter entwarf die Tahoma zunächst als Bitmap-Schriftart und wickelte dann sorgfältig TrueType-Konturen um diese Bitmaps, wobei er für die Fettschrift eine doppelte Pixelbreite zugrunde legte, so dass sie eher einer schweren oder schwarzen Schrift entspricht.

Im Gegensatz zu einigen anderen serifenlosen Schriften, wie z. B. Arial, ist der Großbuchstabe „I“ von dem Kleinbuchstaben „l“ zu unterscheiden, was besonders in technischen Publikationen wichtig ist.

Die Tahoma wird oft mit der Frutiger verglichen, einer anderen humanistischen serifenlosen Schrift. In einem Interview mit Daniel Will-Harris räumte Carter ein, dass die Tahoma einige Ähnlichkeiten mit seiner früheren Schrift Bell Centennial aufweist.

Andere vergleichbare und für die Verwendung im Druck besser geeignete Schriften sind z. B. die Frutiger, die DejaVu Sans und die Bitstream Vera Sans.

Standardschrift

Tahoma war eine offizielle Schriftart, die mit Office 97, Office 2000 und Office XP mitgeliefert wurde, und wurde mit Word Viewer 97 frei verteilt.

Tahoma war die Standardschriftart für Windows 2000, Windows XP und Windows Server 2003 (anstelle von MS Sans Serif). Als Bestandteil der Schriftartenbibliothek von Windows wurde die Schriftart häufig als Alternative zu Arial verwendet. Sie wurde in Microsoft Windows Vista durch die Schriftart Segoe UI abgelöst.

Im Jahr 2007 kündigte Apple an, dass Tahoma mit der nächsten Version von Mac OS X v10.5 („Leopard“) ausgeliefert werden würde. Leopard wurde auch mit mehreren anderen, bisher Microsoft vorbehaltenen Schriften ausgeliefert, darunter Microsoft Sans Serif, Arial Unicode und Wingdings.